zurück zurück 1975, nach Indien und Sri Lanka
1975, um die Weihnachtszeit, fragte ich einen Freund, der ein kleineres Reisebüro, spezialisiert auf Individual-Reisen, leitete, was er mir denn als Ziel für unser nächsten Ferien raten würde.  “Mal schauen, ich gebe dir dann Bescheid”, hiess es. Nur 2 Tage später ein Anruf   Frage: Wie wäre es mit INDIEN? Antwort: Was INDIEN, du ”spinnst” wohl, ich bin doch kein Krösus Nein, nein, gar nicht so schlimm, ein “Schnäp- pchen” Grund: Die Inder haben gedacht, was die Griechen mit ihren Kurz-Kreuzfahrten im Mittel- meer können, schaffen sie auch. Daher haben “sie” ein griechisches Schiff (die MV Jupiter der Empirotiki-Lines) ge-- chartert, zum Einsatz in den Wintermonaten. Damals war der Suezkanal geschlossen, daher musste das Schiff um Afrika rum, um nach Bombay zu kommen. Jetzt sei aber die Buchungs- lage sehr schlecht und sie würden die leere Plätze auf den ersten Fahr- ten “verramschen”. Vorgesehen sei:  Flug ab Genf, über Beirut, Delhi nach Bombay. Dort 3 Tage in Luxushotel (Oberoi-Sheraton), anschliessend 6 Tage Kurz-Kreuzfahrt entlang der indischen Westküste, bis hinunter nach Ceylon (Sri Lanka). Zurück über die, bis jetzt für den Tourismus, “verbotenen” Lakkadiven, nach Goa und  wieder nach Bombay, mit nochmaligem Hotelaufenthalt. Von da Rückflug nach Genf. Es sei alles noch “Ad-Hoc” und man müsse mit kurzfristigen Änderung- en rechnen, aber für eventuelle Alternativen werde gesorgt. (z.B. Rundreise Agra-Jaipur-Jodhpur)  ABER: ich müsse schon in drei Wochen reisen. Bis ich da nur meine Frau überzeugt hatte ! Wir sind also an dem bestimmten Tag, per Zug nach Genf gereist, um den “Air-India-Jumbo”, der um die Mittagszeit abfliegen sollte, zu erreichen. Komisch war, dass ich ein Ticket ab Amsterdam erhalten hat- te. Der Flieger kam dann auch erst kurz vor Mitternacht (!!), aber er kam doch noch !! Wann wir in Beirut waren, habe ich vergessen, aber irgendwann am ganz frühen Morgen landeten wir in Delhi. Draussen war es kalt, es hatte Reif auf dem Gras und alle Inder waren dick ein- gemummt. Als wir dann aber in Bombay ankamen, war es tropisch warm und feucht. Auf der Fahrt vom Flugplatz in die Stadt waren alle Strassen beängstig- end überfüllt mit Menschen, ein richtiges Gewimmel. Erst später erfuhr ich, dass wir am “Tag der Republik”, einem National-Feiertag ( 26. Jan) gelandet waren.
Die ersten 3 Tage waren mit Ausflügen, Stadtbesichtigungen und Ähnlichem ausgefüllt. Auch hörten wir, dass es jetzt Probleme mit den Kabinen auf dem Schiff gäbe, da das jetzt wohl überbucht wäre, aber wer keine Kabine bekomme, sei zu einer Nord-Indien-Tour eingeladen. (Agra-Jaipur-Udaipur, usw) Wir bekamen dann aber doch noch eine Kabine, wenn auch nicht gerade oben, eher auf/unter der Wasserlinie. Ich kann mich nur noch an eine grosse Wärme er- innern, trotz voll laufender Klimaanlage. Es hiess dann, das Meer-Wasser sei 28°C warm und daher reiche die fürs Mittelmeer berechnete Klimaanlage nicht aus. Aber da “man” ja nur zum Schlafen in der Kabine ist, überlebten wir auch das. “Gefährlich” war das Speise-Angebot, es gab alles was das Herz begehrt, und um 24 Uhr noch ein Mitternachts-Büffet.
Die Schiffs-Route folgte, in einiger Entfernung, der Westküste Indiens bis nach Ceylon/Sri Lanka, wo wir an einem Morgen in den Hafen von Colombo einliefen. Hier begrüssten uns die “Kerry-Dancers”. Am organisierten Bus-Trip zu den zentral gelegenen “Heiligtümer” wollten wir nicht teilnehmen, da zu str und haben, zusammen mit einen Ehepaar aus Erlenbach, einen Wagen mit “Führer” gemietet und damit die Stadt und Umgebung angesehen. Im Ausserhalb gelegenen Negombo, haben wir in einem alten “klassischen” Teehaus aus der britischen Zeit, Rast eingelegt, Tee getrunken und am Strand gebadet. Im Rasthaus gabs frische Kokosnüsse, dazu musste der “Kellner” aber eigens in die Palmen klettern und die Nüsse dort abschlagen.
Ceylon/ Sri Lanka
Lakkadiven – unberührtes Ferienparadies Im Arabischen Meer, eine knappe Stunde Flug von Kochi entfernt, liegt die Inselgruppe der Lakkadiven. Nur sechs, der insgesamt 36 Tropeninseln, dürfen von (Tauch-) Touristen besucht werden und auch für diese braucht es eine offizielle Erlaubnis. Auf 300 km2 verteilen sich die Inseln und dank ihrem Schutz bleibt ihre einzigartige Schönheit erhalten. Die Bevölkerung besteht Grossteils aus muslimischen Sunniten. Malayam als gesprochene Sprache lässt vermuten, dass die Einwohner konvertierte Hindus sind und aus Kerala kommen. Die lokale Bevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt mit Fischfang und dem Verarbeiten von Kokosnüssen. Des Weiteren pflanzen sie Bananen, Papayas und Guaven an. Die einzigartige Unterwasserwelt zählt zu den schönsten Tauchgründen weltweit. Zusammen mit den angenehmen Wassertemperaturen zwischen 23 °C und 33 °C wecken die Inseln Erinnerungen an die Malediven vor 20 Jahren.
von Colombo zu den Lakkadiven
GOA von den Lakkadiven fuhr das Schiff nach GOA, der ehemaligen portugisischen Kolonie an der indischen West-Küste. Hier wollten wir uns in einem Strand-Hotel noch eine Wochen Strand-Leben gönnen. Mein Freund hatte mir zu sehr günstigen Preis einen Wochen- Aufenthalt in einem noch im Bau befindlichen Hotel-Resort der TAJ- Gruppe, (die mit dem Taj-Mahal-Hotel) in Bombay besorgt
FORT AGUADA BEACH HOTEL-RESORT
Nach dem Aufenthalt in Goa flogen wir zurück nach Bombay und nach einem weiteren 3 tägigen Aufenthalt, diesmal in Taj-Mahal-Hotel (!!) sind wir wieder zurück, über Beirut nach Genf. Da wir genug Flugzeug hatten, sind wir per Bahn zurück nach Hause was aber auch nicht so günstg war. Sonja war ganz elend auf der Fahrt bis Zürich. 
Goa-Bombay mit Caravelle, und mit Air-India-Jumbo wieder über Delhi-Beirut, zurück nach Genf
So endete ein denkwürdiger Indien-Trip
PS Leider haben die Dias in den bald 40 Jahr, auch an Qualität verloren
Taj-Mahal-Hotel in Bombay (vor dem Anschlag)
Gateway of India
Blick vom Dach des Oberoi
Ausflüge in die Umgebung
MS “Jupiter”
Begrüssung in Colombo
noch ein richtiger “Arbeits-Elefant”, der aber gerne für ein Trinkgeld posierte
Für uns gabs eine “namenlose”, nicht ständig bewohnte Insel
eine gewisse touristische Infrastruktur wurde bereitgestellt, ganz rechts die Toilette, hinter Matten. Das Wasser kam aus einem Kübel, der in den Palmen hing
im Resort war erst ein Flügel fertig, in dem wir wohnten
Die Bar war noch im Bau
Markt in Goa’s Haupstadt
, Panaji, von den Portugiesen Pangim, von den Briten Panjim genannt.
Der schiffbare Fluss “Mandovi”, für den Export von Eisenerz und Mangan
Kathedrale, fast 30 % der Goaesen sind noch katholisch