zurück zurück 1987 und 1991, zum Steelhead-Fischen nach British-Columbia,  Terrace und Queen-Charlotte-Island British- Columbia
Vorgeschichte Ich wollte schon immer einmal Steelhead-Forellen fischen, aber die gibt es hauptsächlich nur in British-Columbia an der West-Küste von Canada und in der angrenzenden USA. Per Zufall fand ich 1985 dann eine Adresse in Terrace (BC). Da hat ein Deutscher, der in der Schweiz gearbeitet hat, mit seiner belgischen Frau eine neue Lodge ausserhalb Terrace eröffnet. Um Gäste gerade aus der USA anzulocken, wollte er einen Werbefilm drehen. Dazu hat er einen Filmer aus Frankfurt, und Bill McMillan, den “Steelhead-Papst”, eingeladen. Wir, Sepp begleitete mich, ins unbekannte Abenteuer, sollten wohl Beiwerk sein, daher ein sehr kulanter Preis. Wir flogen um die Osterzeit ins noch kalte Terrace. Zuerst mit der Swissair von Zürich aus nach Toronto, von da aus sollte es mit der damaligen “Canadian-Air- lines” weitergehen. Die erste Überraschung kam schon in Zürich, da kam die Stewardess und fragte ganz bescheiden, ob es uns etwas ausmache, wenn sie uns in der Business-Class platzieren, das zurück-fliegend  canadische Ski-Team brauche viel Platz in der Touristen-Klasse. Die zweite Überraschung kam in Toronto, zum Transcontinental-Flug solle eine Lockheed TriStar eingesetzt werden. Die war dann aber scheinbar defekt, daher nach langen Warten, ein ganz eng gestuhlte Boeing 737. Die Maschine musste dann noch in Calgary eine technische Zwischenlandung machen, um nachzutanken. In Vancouver waren wir froh, endlich unsere über-strapazierten Knie wieder ausstrecken zu können. Schmiderer (Vorname vergessen) holte uns dann am Flugplatz ab und brachte uns in seine Lodge. In der Zwischenzeit habe er Konkurs gemacht und die Lodge heisst heute “Williams-Creek-Lodge”. Eigentlich kann ich mich nur an Regen, gelegentliches Schneetreiben  und Kälte erinnern. Wir haben es zuerst um Terrace herum mit Fischen versucht, kein Erfolg, dann wurde ein Helikopter eingesetzt, um die Oberläufe der Flüsse zu erreichen, was aber auch keine Fische brachte. Dann aus Verzweiflung, der Filmemacher sagte, er hätte jetzt dann genug Regen-Bilder und Bill hat auch keinen Erfolg, da scheinbar einfach keine Fische aus dem Meer aufgestiegen waren. Also flog uns der Heli 2 Stunden weit, gegen das offene Meer hinaus, es hat da so viele Inseln dort, dass ich nicht mehr weiss, wo er uns abgesetzt hat. Weil da natürlich auch keine Unterkunft möglich war, organisierte Schmiderer einen Freund, der ein  grosses Schiff in Kitimat hatte. Am Abend als wir vom Fischen kamen lag das Schiff beim Landplatz des Heli und der flog leer zurück nach Terrace. Als ich Schmiderer wegen den Kosten fragte, hiess es er müssen nur 2 Stunden bezahlen, dann bleibe der Heli den ganzen Tag zur Verfügung. Die Ufer der Flüsse sind mit Urwald bedeckt und mit “Devil’s Club” Stängeln übersäht, dessen Stachel leicht abbrechen und Infektionen verursachen. Daher benutzten wir drei den Heli, um immer weiter den Fluss hoch, von Pool zu Pool zu kommen. Ohne zu wissen, dass später jede Flugminute abgerechnet wurde. Schmiderer sagte immer, wer keine Steelhead fange, komme nochmals gratis Am nächsten Tag flog uns der Heli auf die andere Seite des Meeresarms, an den Ausfluss eines Sees. Mühevoll kämpften wir uns durch den Urwald, immer wieder zum Wasser durch. An einer Stelle sagte ich zu Sepp “siehst du da draussen, wie sich da eine Schwanz-Flosse bewegt”. Kaum mein Fliege hin geworfen, kam der Biss und eine über 1 Meter lange Steelhead hing. Aber nichts von einem Kampf, wie er sein sollte. Der Fisch kam wie ein nasser Schwamm. Bill sagte “Abgelaicht, dem Tode nah”. Als wir das Schmiderer sagten, verflog meine “Angst”, denn er sagte “Abgelaichte Fische” zählen nicht. So verging der Rest der Woche, ohne Erfolg, aber mit der Gewissheit nochmals zu kommen. Später hörten wir dann Gerüchte, die Rechnung für den Heli habe über 25’000 can$ betragen. Das Abenteuer geht aber noch weiter. Als wir in Vancouver bereits im Flugzeug sassen, begann es unter im Gepäckraum zu lärmen. Irgend wann meldete der Pilot dann, sie hätten Technische Probleme und der Abflug verzögere sich. Ich hatte ein Swissair-Personal-Ticket, (über meine Tochter), dessen Gültigkeit am nächsten Tag ablief. Daher kurz entschlossen das Flugzeug verlassen, und ohne Gepäck, zum Air Canada Schalter, der inzwischen orientiert wurde, und in die gleich abfliegende Air Canada-Maschine gestiegen. Als wir in Torono, die beiden Terminals für Inland- und International Flüge befinden sich je am andern Ende es Flugplatzes, endlich am Swissair-Gate ankamen, wartet schon das Personal händeringend auf uns, kurz darauf wäre die Maschine, ohne uns, abgeflogen. So endetet der erste Steelhead-Trip, ein reines Abenteuer.
1991 war’s dann soweit, der 2. Steelhead-Trip nach British-Columbia stand an. Um Schmiderer etwas für den Gratis-Aufenthalt zu kompensieren, kamen noch Freunde mit (Sepp natürlich gratis, Erich, Walter, Johann und Ueli, und ein zweiter Walti als “Zahler”). Um die Reise ein wenig auszudehnen, besuchen wir vor dem Skeena mit Terrace, noch die “Queen Charlotte Islands”, heute auch “Haida Gwaii” genannt, die vor der Küste liegen
Von Zürich über Chicago nach Vancouver. Von dort mit einer kleinen Airline, ich glaube es war Alaska-Air, auf die Queen-Charlottes, zum einzigen Flugplatz “Sandspit”, der sich auf der “untern” Insel befindet. Die beiden Inseln sind durch einen schmalen Sund getrennt. In “Sandspit” übernahmen wir dann unsere beiden Mietwagen und fuhren mit der Fähre auf die obere, die Haupt-Insel und von dort entlang der Ostküste zur Tlell-Lodge, in unsere Unterkunft  
das vor der Küste liegt
Unser Gastgeber hatte ich Krieg etwas mit Militärpolizei zu tun, auf alle Fälle, habe er Göring die Achselpatten ab der Uniform genommen. Die hängen jetzt unter Glas an der Wand im Salon
Auf der Fähre von Sandspit nach Queen Charlotte
Gleich hinter der Lodge beginnt der Urwald
Eine der Einkommens-Quellen auf der Insel ist Holz, da hat es noch Riesenbäume
Teilweise sind die Bäche ganz flach und die Lachse müssen da durch, das zieht auch immer Schwarzbären an
Hafen von Queen Charlotte mit der Fähre nach Prince Rupert.
Die neugebaute Lodge von Schmiderer
Der Chef des Hauses
Zum Cooper-River, zuerst auf der Holz-Strasse bis ans Ende, dann kam der Heli zum Einsatz
So sehen sie aus die viel gelobten “Steelhead”, eine Variante der Regenbogen-Forelle, die aber ins Meer geht, wie der Lachs